Zurück aus Tegucigalpa

18. Dezember 2007 Categories: Medizinische Hilfe Partner
Zurück aus Tegucigalpa

Berlin, – Dezember 2007.

Mitglieder der Krebsallianz besuchten vor Kurzem Projekte in  Honduras, Mittelamerika und trafen sich aus diesem Anlass mit Mitarbeitern und Patienten der Kinderonkologie im Krankenhaus Equela in der Hauptstadt Tegucigalpa. Dabei konnten wertvolle neue Medikamente zur Bekämpfung von Gerhirntumoren übergeben werden. Auch wurden die Mitarbeiter der Krebsallianz mit der Arbeit und den akuten Schwierigkeiten konfrontiert, denen sich die Ärzte tagtäglich bei der Behandlung ihrer kleinen Patienten ausgesetzt sehen.

Einer dieser Patienten ist Jose, der gerade 12 Jahre alt geworden war als wir ihn trafen. Er hielt sich zusammen mit 15 anderen Kindern in einem Raum der Klinik auf in welchem diesen ihre Chemotherapie verabreicht wird. Der Junge wirkte aufmerksam und freundlich. Wir erfuhren, dass er gar nicht in der Hauptstadt wohnte, sondern etwa 6 Bus-Stunden entfernt auf einem kleinen Dorf. Die Eltern waren Tagelöhner auf Plantagen und hatten 5 weitere Kinder. Alle 6 Wochen fuhr Jose deshalb mit dem Bus auf holprigen Straßen allein in die Hauptstadt, um im Krankenhaus seine Chemotherapie zu erhalten. Er bekam ein neues wirkungsvolles Medikament,  welches von der  Krebsallianz zur Verfügung gestellt wurde und das sich die Familie von Jose sonst niemals leisten könnte!  Bei jedem Aufenthalt  mußte er etwa 6 Tage in der Hauptstadt verbringen – tagsüber in der Klinik und abends schlief er in einer nahe gelegenen Pension. Er hatte keine Verwandten und kannte nur die Ärzte und Pfleger auf der Krebsstation!  Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung sowie die Busfahrten wurden von unserer Partner-Organisation Fundacion Para Ninos Con Cancer übernommen, auch dies Aufwendungen, die seine Familie niemals alleine aufbringen könnte! Trotz dieses Schicksals war der Junge höflich und zuvorkommend und immer gut gelaunt.

Bei unserem Besuch wurden wir vom Deutschen Botschafter, Herrn Paul Resch, begleitete, der die Arbeit der Krebsallianz in Honduras lobte und uns seine Unterstützung für unsere Programme zusagte.

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