Chisinau, 12. November 2009 – Bei einem Besuch in Moldawien trafen der Geschäftsführer der Krebsallianz, Herr Robert Landry, sowie die Leiterin für Humanitäre Programme, Christina Schuierer vom 10-12.November 2009 in Moldawien zu Gesprächen mit Partnerorganisationen, Gesundheitsbehörden und Krebspatienten zusammen.
Ziel des Besuches war die Evaluierung eines vor Kurzem in Zusammenarbeit mit Medical Teams International durchgeführten Arzneimittelspendenprojektes, die Begutachtung mehrerer Krankenhäuser, Gespräche mit Krankenhausleitung, -personal und –patienten über zukünftige Kooperationen, sowie Treffen mit dem Gesundheitsminister und Vertretern von Gesundheitsbehörden des Landes.
Wie bereits berichtet, hatte die Krebsallianz im September 2009 erstmals Chemotherapeutika im Wert von 92.000 € an moldawische Krebskrankenhäuser zur Versorgung von unterversorgten Krebspatienten des Landes übergeben. Die Koordination und Überwachung des Arzneimittelspendenprojektes erfolgte über das in der Hauptstadt Chisinau ansässige Büro der Organisation Medical Teams International. Seit 1997 führt die gemeinnützige und christlich tätige Organisation Medical Teams International unter Leitung ihrer Direktorin, Frau Rodica Cerbov, Ausbildungsmaßnahmen für Gesundheitspersonal, sowie Projekte zur Versorgung bedürftiger Patienten mit Basisarzneimitteln und sonstigen notwendigen Versorgungsleistungen durch.

Von links nach rechts: Christina Schuierer, Krebsallianz, Tom Roane, NCC, Rodica Cerbov, Krebsallianz, Minister Hotineanu, Conny Huel, Robert Landry, Krebsallianz
Moldawien, das inzwischen ärmste Land Osteuropas verfügt über ein zentrales Krebskrankenhaus in der Hauptstadt Chisinau, sowie eine Station für Blut- und Krebserkrankungen im Kinderkrankenhaus der Hauptstadt. In beiden Einrichtungen fehlt es an wichtigen Ausrüstungsgegenständen, Geräten und Medikamenten – und zwar sowohl an Basisarzneimitteln als auch an den lebenswichtigen Chemotherapeutika. Dies bestätigten sowohl der Direktor des Krebskrankenhauses, Herr Dr. Turea als auch der Leiter der hämatologischen Abteilung am Kinderkrankenhaus. Gesundheit ist in Moldawien ganz eindeutig eine Frage des Geldbeutels und nur die wenigsten Patienten können sich ihre benötigten Arzneimittel überhaupt leisten – für den Rest, sind diese unbezahlbar und damit schlicht unerreichbar. Krebskrankheiten, die in den industrialisierten Länder der angrenzenden EU schon lange therapier- und heilbar sind, werden somit zum Todesurteil für die Armen. Medikamentenspenden, wie sie durch MTI und die Krebsallianz zur Verfügung gestellt werden, werden für viele zur einzigen Hilfe und Überlebenschance.
Folglich waren nicht nur Patienten und Empfänger von Medikamentenspenden sowie ihre behandelnden Ärzte dankbar für die Hilfe der Krebsallianz und die gelieferten Arzneimittel: auch der amtierende Gesundheitsminister, Herr Vladimir Hotineanu, selbst Arzt, drückte den Mitarbeitern der Krebsallianz Dank und größte Wertschätzung für ihre Arbeit aus und sagte die notwendige Hilfe durch sein Ministerium und die untergeordneten Behörden für zukünftige Projekte zu.
Somit konnte die Krebsallianz die notwendigen Weichen stellen, um auch in Zukunft und in Zusammenarbeit mit wichtigen Partnern und Organisationen vor Ort den bedürftigen Kindern in Moldawien zu helfen, lebensrettende Medikamente zu erhalten.

