Die Krebsallianz unterstützt ganz ausdrücklich die „Welt-Krebsdeklaration“, die von der UICC (International Union Against Cancer – Internationale Vereinigung gegen Krebs) erarbeitet wurde. In der Deklaration werden elf grundlegende Ziele zur Bekämpfung und Eindämmung von Krebskrankheiten benannt, die bis 2020 international erreicht werden sollen. Interessierte können die Deklaration auch online unterzeichnen. Je mehr Unterstützer die Deklaration hat, umso mehr werden auch Regierungen dazu angeregt, die genannten Ziele in ihren Ländern umzusetzen. Einen Schwerpunkt bilden die Themen Krebsprävention und Früherkennung. Ganz konkret geht es um die Forderungen Übergewicht signifikant zu reduzieren, Tabak- und Alkoholkonsum drastisch zu verringern, sowie ein umfassendes Impfprogramm gegen Hepatitis B und HPV zur Prävention gegen Gebärmutterhalskrebs voran zu bringen.
Internationale Regierungen werden zum Handeln aufgefordert
Regierungen sollen international dabei unterstützt werden, Maßnahmen zu ergreifen, die verhindern, dass ihre Bevölkerung krebsauslösenden Stoffen in der Umwelt oder Arbeitswelt ausgesetzt wird. Die Deklaration setzt sich auch dafür ein, dass allen Menschen der Zugang zu bezahlbaren Krebsmedikamenten mit gesicherter Qualität ermöglicht werden soll. Dieses Ziel unterstützt die Krebsallianz bereits seit vielen Jahren und kooperiert dafür als einzige deutsche Hilfsorganisation mit Unternehmen der Pharmaindustrie, die kostenfrei Medikamente zur Verfügung stellen, um mittellose Krebspatienten in den Entwicklungsländern zu behandeln.
Die Zivilisationskrankheit Krebs verbreitet sich immer mehr auch in armen Ländern
Experten gehen davon aus, dass bis zu einem Drittel aller Krebsneuerkrankungen durch Änderungen des Lebensstils verhindert werden könnten. Allerdings verfügen nicht überall auf der Welt die Menschen über das Wissen oder die nötigen Mittel um dies umzusetzen.
Wir sollten nicht vergessen, dass Krebs weltweit eine der häufigsten Todesursachen ist. Jährlich sterben über 7 Mio. Menschen an den Folgen einer Krebserkrankung. Die Mehrzahl diese Fälle tritt noch in den Industrienationen auf, allerdings verbreitet sich die „Wohlstandskrankheit“ Krebs mittlerweile auch in den Entwicklungsländern. Dies wird von Experten unter anderem auf die Übernahme von ungesunden Lebensweisen der Industrieländer wie z. B. Rauchen sowie auf schlechte Ernährungsweise zurückgeführt.
Nicht alle Betroffenen haben das Glück in einem Land zu leben, wo ihnen ein funktionierendes Gesundheitssystem eine angemessene Therapie ermöglicht. Die Krebsallianz setzt sich mit ihren Sachspenden und der Unterstützung der medizinischen Infrastruktur in armen Ländern dafür ein, dass auch mittellose Patienten eine realistische Chance auf Heilung erhalten.
Wir danken allen Spendern und Unterstützern an dieser Stelle von ganzem Herzen!
Die Krebsallianz unterstützt die „Welt-Krebsdeklaration“
Weltkrebstag am 4. Februar 2012
In Entwicklungsländern ist Krebs der größte Killer!
Immer mehr Menschen in den Entwicklungsländern sterben an Krebs. Vor allen Dingen fehlt es an bezahlbaren Medikamenten. Die gemeinnützige Krebsallianz stellt als einzige Organisation in Deutschland gezielt kostenlose Krebsmedikamente für Patienten in armen Ländern zur Verfügung.
Berlin, 30. Januar 2012 – Zum Weltkrebstag am 4. Februar weist die gemeinnützige Krebsallianz darauf hin, dass immer mehr Menschen in den Entwicklungsländern an Krebs sterben. Einem Bericht der europäischen Krebsorganisation ESMO (European Society for Medical Oncology) zufolge hat das Problem inzwischen das Ausmaß einer Pandemie angenommen, die mehr Tote fordert als Aids. 60 Prozent der weltweit 7,6 Millionen Krebstoten habe es 2008 in armen Ländern gegeben. Tendenz steigend. Es wird geschätzt, dass 2020 in den Entwicklungsländern fünfmal so viele Menschen an Krebs sterben, wie in den Industrieländern.
Damit kommt eine Krebsdiagnose praktisch einem Todesurteil gleich. Während in den USA nur etwa zwei von zehn Frauen an Brustkrebs sterben, sind es im südlichen Afrika sieben Frauen. Meist gehen Betroffene erst in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium der Krankheit zum Arzt. Das hat viele Gründe: Die Menschen schämen sich, dass sie erkrankt sind. Sie suchen Hilfe bei traditionellen Heilern. Vor allem aber können sie sich die Behandlung nicht leisten.
Kinder in Entwicklungsländern leiden ganz besonders unter Krebs
Wenn z. B. ein Kind erkrankt, belasten die finanziellen Folgen die ganze Familie. Da es keine funktionierende öffentliche Gesundheitsversorgung gibt, muss praktisch die gesamte Behandlung aus eigener Tasche gezahlt werden. Vor allem die Medikamente sind für die Mehrheit der Menschen unerschwinglich teuer. Viele Familien stehen daher vor der schweren Entscheidung, ihr weniges Geld entweder in die Zukunft der gesunden Kinder zu investieren – oder in die Behandlung des kranken Kindes.
Kostenlose Medikamente von der Krebsallianz
Geholfen werden kann den Kranken und ihren Familien mit kostenlosen Medikamenten, so wie es die gemeinnützige Krebsallianz tut. Als einzige Organisation in Deutschland hilft sie bedürftigen Krebspatienten in Entwicklungsländern gezielt mit Medikamenten. Allein in den letzten beiden Jahren hat die Krebsallianz Medikamente im Wert von über 16 Millionen Euro an mittellose Kranke in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika verteilt.
„Wir erhalten die Medikamente von Pharmafirmen als Sachspende“, erklärt Robert Landry, Geschäftsführer der Krebsallianz. „Dann kontaktieren wir unsere Partnerorganisationen vor Ort in den Entwicklungsländern, um festzustellen, wo der dringendste Bedarf für die Medikamente ist. Wenn wir also Chemotherapeutika zur Behandlung von Leukämie bei Kindern erhalten, suchen wir, wo Kinder sind, die genau dieses Medikament brauchen. Und da bringen wir es hin“ Der logistische Aufwand, der hinter jedem einzelnen Hilfsprojekt steckt, ist enorm. „Aber es lohnt sich“, sagt Landry. „Gesundheit und Leben eines Kindes dürfen nicht davon abhängen, ob die Eltern Geld haben.“
Die Krebsallianz ist Mitglied in der „Union For International Cancer Control“, die den Weltkrebstag ins Leben gerufen hat.
Gespendetes Medikament „Nexavar“ rettet Menschenleben weltweit
Anfang des Jahres konnte die Krebsallianz das hochwirksame und von der Firma Bayer entwickelte Medikament „Nexavar“ armen Krebspatienten in Ghana, den Philippinen, Moldawien, El Salvador, Guatemala, Honduras, die Dominikanische Republik und Nikaragua zur Verfügung stellen und damit viele Leben retten.
Zwei dieser Patienten haben wir im Juni in Guatemala und Honduras besucht.
Einer der Patienten ist Santos Garridos, den wir im Instituto National de Cancerologia in Guatemala City treffen.
Er ist ein sehr schüchterner und bescheidener Mann, der den Kampf seines Lebens führen muss: vor etwa einem Jahr wurde bei ihm Darmkrebs festgestellt und jetzt hat er auch Metastasen in der Leber.
Santos war nie verheiratet und lebt bei seiner Schwester und deren Familie. Er hat sein ganzes Leben als Landarbeiter auf den Feldern geschuftet. Er ist spindeldürr und sein Gesicht und die starken Hände sind von seinem Leben in der Natur gezeichnet.
Zehn Monate hat er tapfer eine Runde Chemotherapie nach der anderen über sich ergehen lassen. Das waren harte Zeiten.
Offensichtlich hat der Krebs seinen Tribut an seinem Körper gefordert – aber finanziell hat er einfach alles aufgefressen, was da war. Am Anfang und ohne Krankenversicherung, wurde Santos in einer privaten Klinik behandelt. Das hat schnell seine ganzen Ersparnisse aufgebraucht und auch das Geld, das die Schwester erübrigen konnte. Aber selbst als er sehr geschwächt war, bestand er darauf, im Büro der Finca auf Teilzeitbasis weiter zu arbeiten. Er sagt, dies sei „das Wenigste, was ich tun kann – neben meiner Therapie“.
Santos ist jetzt als Patient im Öffentlichen Krankenhaus „Instituto National de Cancerologia“ in Guatemala Stadt. Dort ist inzwischen sein zweites Zuhause, beim Pflegepersonal und den Ärzten. Und schließlich, nach 10 Monaten intensiver Chemotherapie, entschied sein behandelnder Arzt, dass sein Körper einer weiteren Chemotherapie nicht standhalten würde. Da wussten die Ärzte schon, dass das effektivste Mittel eine Behandlung mit Nexavar sein würde.
Nexavar ist ein sehr fortschrittliches und gezielt wirkendes Medikament, welches eine hilft Tumore zu verkleinern oder zumindest das Wachstum zu verlangsamen oder zu stoppen. In Guatemala ist es schwer zu bekommen, aber Gottseidank konnte die Krebsallianz dem Krankenhaus in Guatemala das Therapeutikum kostenlos für dessen mittellose Patienten zur Verfügung stellen.
Santos nimmt das Medikament nun schon einige Monate und fühlt sich besser. Und ganz erleichtert erzählt er uns, dass die Nebenwirkungen minimal waren. Das motiviert ihn, denn so sagt er: „Mit dieser Medizin kann ich meine Krankheit angehen und weiß, dass ich gesünder sein werde und ein besseres Leben führen kann.“
Mirna Bonegas Almendarez besuchen wir im Hospital Emma Romero in der Hauptstadt von Honduras, Tegucigalpa.
Mirna ist sehr still und ihre 19-jährige Tochter hilft dabei, ihre Probleme zu schildern. Obwohl scheu und sehr ernsthaft wird Miran langsam gesprächiger. Ihr Leben ist hart, aber sie ist freundlich und sanft – und innig geliebt von ihrer Familie.
Die Familie ist arm. Mirna’s Mann Juan arbeitet auf einem Landgut bei ihnen zuhause, außerhalb des Ortes Olancho. Sie haben fünf Kinder zwischen elf und neunzehn Jahren und die älteste Tochter Sadie ist heute mit der Mutter mit gekommen.
Mit ihrer Hilfe erzählt Mirna ihre Geschichte. Vor zwei Jahren fing sie an Schmerzen in ihrer rechten Seiten zu spüren. Nachdem sie es so lange wie möglich versucht hatte zu ignorieren, musste sie schließlich doch zum Arzt. Die Schmerzen wurden Gallenkrankheit diagnostiziert.
Ein Jahr und acht Monate nachdem die Schmerzen das erste Mal aufgetreten waren bekam sie einen Termin für eine Operation. Dieser Eingriff war schon lange vorher empfohlen worden – aber Mirna und ihr Mann konnten sich die Operation nicht leisten. Schließlich konnten die Ärzte sie einem Team freiwilliger Chirurgen aus Amerika vorstellen und sie wurde für eine kostenlose Operation angenommen. Und so, völlig unvorbereitet auf etwas noch Schlimmeres ging sie in den OP.
Aber nichts war wie erwartet. Als die Ärzte ihre Galle entfernt hatten, entdeckten sie etwas noch viel Schlimmeres und Lebensbedrohlicheres: ein großer, bösartiger Tumor in ihrer rechten Niere. Sofort wurde die Niere ebenfalls entfernt. Mirna hatte einen Schock, als sie aufwachte und die Familie große Angst. Niemand konnte sich vorstellen wie das weiter gehen sollte und wie die weitere Behandlung bezahlt werden sollte.
Bestrahlung und Chemotherapie waren die Mittel der Wahl für eine vollständige Heilung. Der Krebs hatte keine Metastasen gebildet und sie war die perfekte Patientin für eine Weiterbehandlung mit dem gezielt und hoch wirksamen, von der Firma Bayer hergestellten Mittel Nexavar. Da es aber in Honduras nicht verfügbar und teuer war, schien diese Möglichkeit in weiter Ferne.
Mirna konnte zunächst nur Bestrahlungen im Krankenhaus in Tegucigalpa bekommen. Aber während dieser Behandlung kam die gute Nachricht: Die Krebsallianz hatte Nexavar nach Honduras gespendet und dem Krankenhaus Emma Romero zur Behandlung armer Patienten mit Leber- und Nierenkrebs zur Verfügung gestellt.
Mirna sagt: „Als ich zuerst von dem Krebs erfuhr, habe ich gebetet – weil ich dachte, dass meine Kinder noch so jung sind und mich noch brauchen. Dann kam diese Medizin und meine Gebete wurden erhört, Wenn es die Hilfe von all den fremden Menschen und Organisationen wie der Krebsallianz nicht gegeben hätte, wäre ich tot“.
Nachdem ihre Bestrahlungen zu Ende waren, begann sie die Behandlung mit Nexavar und es geht gut: Sie fühlt sich wohl und spürt keine Nebenwirkungen. Die Therapie wird 6 Monate fortgesetzt und die Ärzte sind optimistisch. Mirna zeigt ihre Erleichterung auf ihre ernste Art und freut sich darauf, für ihren Mann, ihre Kinder und Enkelkinder da sein zu können.
Medikamentenspende der Firma betapharm für bedürftige Patienten in Nicaragua
Im letzten Jahr konnte die Krebsallianz eine größere Menge des hochwertigen Magentherapeutikums „Pantoprazol“, gespendet von der in Augsburg ansässigen Firma betapharm, bedürftigen Patienten in Nicaragua zur Verfügung stellen. Vor kurzem besuchten Mitarbeiter der Krebsallianz einige dieser Patienten in der Clinica Infantil San Vicente de Paul in Leon.
Eine der Patientinnen, denen das Mittel kostenlos verabreicht wurde, ist Lucrecia Uriarte Martinez. Lucrecia ist 78 Jahre alt und wurde letztes Jahr in der Klinik in Leon behandelt weil sie seit Jahren an chronischer Gastritis litt. Lucrecia hatte schon verschiedene Medikamente ausprobiert, ohne dass ihr damit geholfen werden konnte. Seit sie nun Pantoprazol bekommt, geht es ihr bedeutend besser. Lucrecia sagte uns: „Danke für diese Spende. Ohne die Hilfe der Krebsallianz für diese Klinik würden viele Patienten die hier Hilfe suchen, keine medizinische Hilfe und Arzneimittel bekommen“.
Auch Carmen Gonzales, 58 Jahre alt, wurde über die letzten 8 Monate in der Clinica Infantil San Vicente behandelt. Seit 2 Jahren litt sie an chronischer Gastritis, aber die Behandlungen, die sie dort bekam zeigten keine Erfolge. Durch die Spende des Pantoprazols an die Klinik, konnte ihr nun dieses Medikament verabreicht werden. Seitdem geht es ihr körperlich besser und sie fühlt sich wieder gut. Sie sagte: „Danke für diese Hilfe, weil ich ohne sie nicht gesund geworden wäre und sich mein Leben nicht geändert hätte“.
Medikamentenspende der Münchner Firma Cancernova GmbH onkologische Arzneimittel rettet Menschenleben in Afrika und Südamerika
Im Sommer 2010 stellte uns die in Grünwald bei München ansässige Pharma-Firma Cancernova GmbH onkologische Arzneimittel wichtige Chemotherapeutika zur Bekämpfung von Krebserkrankungen zur Verfügung. Diese konnten wir an Partnerorganisationen und Krebskrankenhäuser in der Dominikanischen Republik, Nicaragua, Ghana und Tansania weiter leiten. Dort wurden die Medikamente zur Behandlung mittelloser, krebskranker Patienten eingesetzt, die ohne die Hilfe der Krebsallianz keinen Zugang zu den für ihre Therapie notwendigen Arzneimitteln haben.
Bei einem Besuch unserer dominikanischen Partnerorganisation „Fundacion Solidaria de Divino Nino Jesu“, einer gemeinnützigen Organisation unter Aufsicht des Erzbischöflichen Ordinariats von Santiago, trafen Mitarbeiter der Krebsallianz vor Kurzem auch Patienten, die durch die von Cancernova bereitgestellten kostenlosen Medikamente – Methotrexat und Carboplatin – nun auf Heilung hoffen können. Hier die Geschichte von zwei Frauen, die uns besonders berührt haben:
Rosario Maria Pena
Wenn Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft und gute Laune alles wären, was es bräuchte um gesund zu bleiben, würde Rosario nie unter Krankheiten leiden. Aber in den letzten 2 Jahren hatte sie mit Brustkrebs zu kämpfen. Vor 2,5 Jahren noch hatte ein Mammogramm einen negativen Befund ergeben. Doch bereits einige Wochen später ertastete sie einen Knoten in ihrer linken Brust. Weil Rosaria aber verwitwet ist und ein enges Verhältnis zu ihrer Familie hat, konzentrierte sie sich in ihrer selbstlosen Art auf ihre alte Mutter, die zu dieser Zeit sehr krank war. Sie tat dies, obwohl der Knoten sie sehr beunruhigte.
Als ihre Mutter starb, bestand Rosarios Sohn darauf, dass sie zum Arzt gehen sollte. Eine Ultraschalluntersuchung und eine nachfolgende Biopsie bestätigten den Verdacht auf Brustkrebs.
Mit 63 Jahren eine solche Diagnose zu bekommen, überforderte sie völlig und sie wusste nicht, an wen sie sich wenden sollte. Normalerweise teilte sie mit Ihren 2 Söhnen und einer Enkelin, mit denen sie zusammen lebt, alle Einnahmen, um so einigermaßen über die Runden zu kommen. Als sie noch jünger war, arbeitete sie in einer Apotheke, und jetzt ist einer der Söhne ebenfalls in einer Apotheke angestellt. Der andere Sohn ist Mechaniker, aber verlor seine Anstellung und hat in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten in der Dominikanischen Republik momentan Probleme, dauerhaft Arbeit zu finden.
Wie durch eine gute Laune des Schicksals wurde sie an das Onkologische Institut Cibao in Santiago verwiesen und an das dortige Programm für mittellose Krebspatienten. Das engagierte Team stellt kostenlos seine medizinischen Leistungen zur Verfügung, aber die Versorgung mit Chemotherapeutika ist trotzdem eine permanente Herausforderung. Deshalb ist die Krebsallianz zu einem wichtigen Partner des Krankenhauses geworden, weil nur so lebenswichtige Krebsmedikamente zur Verfügung gestellt werden können, die es Patientinnen wie Rosario ermöglichen, den Krebs zu bekämpfen und zu ihren Familien zurück zu kehren.
Und Rosario kämpft! In ihrer freundlichen Art beschreibt sie die vielen Chemotherapie-Zyklen und 30 Strahlentherapien, die sie bisher durchlaufen musste. Sie fühle sich privilegiert, sagt sie, diese Möglichkeiten zu haben und erklärt, wie dankbar sie sei, dass das Krankenhaus die Medikamentenspenden bekommt. Denn einige Male musste sie selbst das Geld aufbringen, um Medikamente zu kaufen und ihre Söhne mussten dafür ihr Erspartes opfern und sich von Freunden Geld leihen.
Aber vor einigen Monaten kam die größte Hilfe: Die Krebsallianz lieferte das von Cancernova gespendete Chemotherapeutikum Carboplatin und Rosarios Reaktion auf das Mittel ist vielversprechend: Der Tumor ist zurück gegangen und wenn er sich weiter verkleinert, werden die Ärzte das übrige Tumorgewebe operativ entfernen können.
Ihre Energie und ihre Begeisterung sind ansteckend. Sie konzentriert sich auf Andere and hat Vertrauen in ihre Ärzte, die Medizin und ihre Religion. Sie hat keine Zeit für Selbstmitleid und als wir gehen müssen sagt sie nur: „Danke, dass Sie den Menschen in Not helfen. Ohne diese Spenden würde ich keine Behandlung bekommen. Meine Söhne lieben mich und helfen mir, aber was können sie schon ausrichten – sie haben nur ein sehr kleines Einkommen.“
Grey Maria Diaz
Als wir Grey treffen, hat sie ihre Hände zusammen gepresst, die Finger zeigen nach oben. Es sieht aus als ob sie betet, aber sie will der Krebsallianz für die Chemotherapeutika danken, die ihr sehr geholfen haben. Sie spricht leidenschaftlich und aufrichtig: „Ich weiß nicht, wie ich sonst noch leben würde. Die Krankheit war in Gottes Hand, weil ich mir diese Medikamente nie hätte leisten können“
Drei Mitglieder ihrer Familie sind an Krebs gestorben und nun hat sie selbst die Diagnose “Brustkrebs” bekommen. Vor einem Jahr fühlte sie einen Knoten in ihrer linken Brust. Es begann sie beim Schlafen zu stören und schien schnell zu wachsen. Mit ihrer Familiengeschichte im Kopf war sie alarmiert und ging zur Untersuchung ins Öffentliche Krankenhaus. Dort wurde sie gleich ans onkologische Institut nach Santiago überwiesen.
Sofort wurde sie operiert, um den Tumor zu entfernen. Dank eines Programms für Krebspatienten mit geringem Einkommen war die Operation kostenlos. Nach der OP wurden ihr sechs Zyklen Chemotherapie verordnet. In enger Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus versorgt die Krebsallianz diese Patienten mit gespendeten Chemotherapien und weiteren benötigten Medikamenten.
Das letzte Jahr war schrecklich, aber Grey hat Kraft und ist lebensfroh. Es gab viele Schwierigkeiten, die zusammen mit der Diagnose gemeistert werden mussten, aber sie ist entschlossen und blickt positiv in die Zukunft. Seit 10 Jahren ist sie geschieden und ihre drei erwachsenen Kinder sind ihre besten Freunde. Ray Javid, der Jüngste, lebt noch bei ihr und unterstützt sie. Er verdient 4000 Pesos im Monat, keine 80 Euro. Die verschiedenen Arbeiten, die Grey in der Vergangenheit hatte, um zum Einkommen beizutragen, kann sie nun nicht mehr verrichten. Die Nebenwirkungen der Medikamente schwächen sie zu sehr, als dass sie diese Arbeit noch tun könnte. Ihre Tochter Olivio hatte Angstattacken wegen ihrer Diagnose, aber Grey hat sie versucht zu beruhigen „Mach es dir nicht so schwer. Auf gewisse Wiese hat mich diese Erfahrung auch stärker gemacht!“
Auch finanziell war es schwer. Das Verbrauchsmaterial für die Verabreichung der Chemotherapie muss manchmal selbst gekauft werden, wenn keine Spendenware zur Verfügung steht. Die Kosten betragen etwa 35 €. Trotzdem sagt sie: “Ich bin so dankbar für die gespendeten Medikamente, weil sie es sind, die mir geholfen haben am Leben zu bleiben.“
Nach einer weiteren Runde Chemotherapie werden die Ärzte sie erneut untersuchen. In der Zwischenzeit schaut sie nach vorne. Sie denkt jetzt nicht mehr über ihre eigene Gesundheit nach, sondern schaut auf die Last anderer und sagt: „Dank an Eure Organisation und die Unternehmen, die mit Euch zusammen arbeiten, um diese Spenden möglich zu machen. Gott segne Euch, damit Ihr auch weiterhin den vielen bedürftigen Menschen helfen könnt. Hoffentlich könnt Ihr jetzt anderen helfen –mir geht es besser.“
Krebsallianz stellt weitere Hilfe für Moldawien in Aussicht
Chisinau, 12. November 2009 – Bei einem Besuch in Moldawien trafen der Geschäftsführer der Krebsallianz, Herr Robert Landry, sowie die Leiterin für Humanitäre Programme, Christina Schuierer vom 10-12.November 2009 in Moldawien zu Gesprächen mit Partnerorganisationen, Gesundheitsbehörden und Krebspatienten zusammen. Continue Reading
Medikamentenspende der Firma Hexal für die Krebsallianz
Berlin, 17. Juli 2009 – Die Krebsallianz konnte diese Woche erstmalig eine Spende an hochwertigen essentiellen Medikamenten zur Behandlung von Krebspatienten von der Firma Hexal in Empfang nehmen. Continue Reading
Neues Hilfsprogramm für Asien
Berlin, – 1. Juni 2009. Die Krebsallianz freut sich über die Ausweitung ihrer medizinischen Hilfsprogramme auf bedürftige Krebspatienten in den Philippinen. Continue Reading
Krebsallianz hilft Krebspatienten in Paraguay
Berlin – 12. Februar 2009. Soeben sind die Mitarbeiter der Krebsallianz von einer Reise nach Paraguay zurückgekehrt, wo sie die ordnungsgemäße Handhabung und Verteilung von Arzneimittelspenden überwacht hatten. Diese Spenden beinhalten auch das kürzlich von der Fa. Merck Sharp & Dohme gespendete Antibrechmittel Emend. Continue Reading
Zurück aus Tegucigalpa
Berlin, – Dezember 2007.
Mitglieder der Krebsallianz besuchten vor Kurzem Projekte in Honduras, Mittelamerika und trafen sich aus diesem Anlass mit Mitarbeitern und Patienten der Kinderonkologie im Krankenhaus Equela in der Hauptstadt Tegucigalpa. Dabei konnten wertvolle neue Medikamente zur Bekämpfung von Gerhirntumoren übergeben werden. Auch wurden die Mitarbeiter der Krebsallianz mit der Arbeit und den akuten Schwierigkeiten konfrontiert, denen sich die Ärzte tagtäglich bei der Behandlung ihrer kleinen Patienten ausgesetzt sehen. Continue Reading






