Weltkrebstag am 4. Februar 2012

1. Februar 2012 Categories: Aktuelles, Partner
Weltkrebstag am 4. Februar 2012

In Entwicklungsländern ist Krebs der größte Killer!
Immer mehr Menschen in den Entwicklungsländern sterben an Krebs. Vor allen Dingen fehlt es an bezahlbaren Medikamenten. Die gemeinnützige Krebsallianz stellt als einzige Organisation in Deutschland gezielt kostenlose Krebsmedikamente für Patienten in armen Ländern zur Verfügung.

Berlin, 30. Januar 2012 – Zum Weltkrebstag am 4. Februar weist die gemeinnützige Krebsallianz darauf hin, dass immer mehr Menschen in den Entwicklungsländern an Krebs sterben. Einem Bericht der europäischen Krebsorganisation ESMO (European Society for Medical Oncology) zufolge hat das Problem inzwischen das Ausmaß einer Pandemie angenommen, die mehr Tote fordert als Aids. 60 Prozent der weltweit 7,6 Millionen Krebstoten habe es 2008 in armen Ländern gegeben. Tendenz steigend. Es wird geschätzt, dass 2020 in den Entwicklungsländern fünfmal so viele Menschen an Krebs sterben, wie in den Industrieländern.

Damit kommt eine Krebsdiagnose praktisch einem Todesurteil gleich. Während in den USA nur etwa zwei von zehn Frauen an Brustkrebs sterben, sind es im südlichen Afrika sieben Frauen. Meist gehen Betroffene erst in einem sehr weit fortgeschrittenen Stadium der Krankheit zum Arzt. Das hat viele Gründe: Die Menschen schämen sich, dass sie erkrankt sind. Sie suchen Hilfe bei traditionellen Heilern. Vor allem aber können sie sich die Behandlung nicht leisten.

Kinder in Entwicklungsländern leiden ganz besonders unter Krebs

Wenn z. B. ein Kind erkrankt, belasten die finanziellen Folgen die ganze Familie. Da es keine funktionierende öffentliche Gesundheitsversorgung gibt, muss praktisch die gesamte Behandlung aus eigener Tasche gezahlt werden. Vor allem die Medikamente sind für die Mehrheit der Menschen unerschwinglich teuer. Viele Familien stehen daher vor der schweren Entscheidung, ihr weniges Geld entweder in die Zukunft der gesunden Kinder zu investieren – oder in die Behandlung des kranken Kindes.

Kostenlose Medikamente von der Krebsallianz

Geholfen werden kann den Kranken und ihren Familien mit kostenlosen Medikamenten, so wie es die gemeinnützige Krebsallianz tut. Als einzige Organisation in Deutschland hilft sie bedürftigen Krebspatienten in Entwicklungsländern gezielt mit Medikamenten. Allein in den letzten beiden Jahren hat die Krebsallianz Medikamente im Wert von über 16 Millionen Euro an mittellose Kranke in Europa, Asien, Afrika und Lateinamerika verteilt.

„Wir erhalten die Medikamente von Pharmafirmen als Sachspende“, erklärt Robert Landry, Geschäftsführer der Krebsallianz. „Dann kontaktieren wir unsere Partnerorganisationen vor Ort in den Entwicklungsländern, um festzustellen, wo der dringendste Bedarf für die Medikamente ist. Wenn wir also Chemotherapeutika zur Behandlung von Leukämie bei Kindern erhalten, suchen wir, wo Kinder sind, die genau dieses Medikament brauchen. Und da bringen wir es hin“ Der logistische Aufwand, der hinter jedem einzelnen Hilfsprojekt steckt, ist enorm. „Aber es lohnt sich“, sagt Landry. „Gesundheit und Leben eines Kindes dürfen nicht davon abhängen, ob die Eltern Geld haben.“

Die Krebsallianz ist Mitglied in der „Union For International Cancer Control“, die den Weltkrebstag ins Leben gerufen hat.

Journalist informiert sich über die Situation armer Krebspatienten in Moldawien

4. Februar 2011 Categories: Aktuelles, Erfolge
Journalist informiert sich über die Situation armer Krebspatienten in Moldawien

Berlin, 8.Dezember 2010 – Vom 1.12.-5.12. besuchte der Journalist Jörn Klare Projekte der Krebsallianz in Moldawien. Klare veröffentlichte zuletzt ein Buch „Was bin ich wert?“ (Suhrkamp Verlag), in welchem er unterschiedlichen Ansätzen zur Bewertung eines Menschenlebens nachgeht. Spannend ist dabei u.a. auch zu erfahren, was Gesundheit denn kosten darf.
In Moldawien, einem armen Land an der Grenze zu Rumänien ist diese Frage schnell beantwortet: gerade mal 100 € habe er pro Jahr im Durchschnitt für Medikamente pro Einwohner zur Verfügung, gibt der Vize-Gesundheitsminister Georgi Tsurkanu uns Auskunft. Dieser Betrag ist natürlich bei weitem nicht ausreichend, um z.B. nur die notwendigsten Medikamente bei einer Krebserkrankung zu finanzieren. Ohne Spenden wohltätiger Organisationen wie der Krebsallianz haben die meisten Bewohner des Landes daher wenig Überlebenschancen, wenn sie die Diagnose „Krebs“ bekommen.
Neben dem Politiker interviewte Jörn Klare daher auch Patienten im onkologischen Krankenhaus in der Hauptstadt Chisinau, sowie Betroffene in ihren Heimatdörfern, denen durch die Krebsallianz geholfen werden konnte oder die keinerlei Zugang zu den wichtigen Medikamenten haben.
Auf dem Programm standen weiterhin Gespräche mit den lokalen Mitarbeitern der Krebsallianz, Leitern und Ärzten des Krankenhauses, den Mitarbeitern einer Impfkampagne, sowie kleinen und großen Patienten und deren Angehörigen.
Seine Reportage wird am 5. und 9. Februar 2011 im Radioprogramm des Bayrischen Rundfunks ausgestrahlt.

Medikamentenspende der Münchner Firma Cancernova GmbH onkologische Arzneimittel rettet Menschenleben in Afrika und Südamerika

12. Januar 2011 Categories: Aktuelles, Erfolge, Partner
Medikamentenspende der Münchner Firma Cancernova GmbH onkologische Arzneimittel rettet Menschenleben in Afrika und Südamerika

Im Sommer 2010 stellte uns die in Grünwald bei München ansässige Pharma-Firma Cancernova GmbH onkologische Arzneimittel wichtige Chemotherapeutika zur Bekämpfung von Krebserkrankungen zur Verfügung. Diese konnten wir an Partnerorganisationen und Krebskrankenhäuser in der Dominikanischen Republik, Nicaragua, Ghana und Tansania weiter leiten. Dort wurden die Medikamente zur Behandlung mittelloser, krebskranker Patienten eingesetzt, die ohne die Hilfe der Krebsallianz keinen Zugang zu den für ihre Therapie notwendigen Arzneimitteln haben.
Bei einem Besuch unserer dominikanischen Partnerorganisation „Fundacion Solidaria de Divino Nino Jesu“, einer gemeinnützigen Organisation unter Aufsicht des Erzbischöflichen Ordinariats von Santiago, trafen Mitarbeiter der Krebsallianz vor Kurzem auch Patienten, die durch die von Cancernova bereitgestellten kostenlosen Medikamente – Methotrexat und Carboplatin – nun auf Heilung hoffen können. Hier die Geschichte von zwei Frauen, die uns besonders berührt haben:

Rosario Maria Pena

Rosario Maria Pena
Wenn Großzügigkeit, Hilfsbereitschaft und gute Laune alles wären, was es bräuchte um gesund zu bleiben, würde Rosario nie unter Krankheiten leiden. Aber in den letzten 2 Jahren hatte sie mit Brustkrebs zu kämpfen. Vor 2,5 Jahren noch hatte ein Mammogramm einen negativen Befund ergeben. Doch bereits einige Wochen später ertastete sie einen Knoten in ihrer linken Brust. Weil Rosaria aber verwitwet ist und ein enges Verhältnis zu ihrer Familie hat, konzentrierte sie sich in ihrer selbstlosen Art auf ihre alte Mutter, die zu dieser Zeit sehr krank war. Sie tat dies, obwohl der Knoten sie sehr beunruhigte.
Als ihre Mutter starb, bestand Rosarios Sohn darauf, dass sie zum Arzt gehen sollte. Eine Ultraschalluntersuchung und eine nachfolgende Biopsie bestätigten den Verdacht auf Brustkrebs.
Mit 63 Jahren eine solche Diagnose zu bekommen, überforderte sie völlig und sie wusste nicht, an wen sie sich wenden sollte. Normalerweise teilte sie mit Ihren 2 Söhnen und einer Enkelin, mit denen sie zusammen lebt, alle Einnahmen, um so einigermaßen über die Runden zu kommen. Als sie noch jünger war, arbeitete sie in einer Apotheke, und jetzt ist einer der Söhne ebenfalls in einer Apotheke angestellt. Der andere Sohn ist Mechaniker, aber verlor seine Anstellung und hat in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten in der Dominikanischen Republik momentan Probleme, dauerhaft Arbeit zu finden.
Wie durch eine gute Laune des Schicksals wurde sie an das Onkologische Institut Cibao in Santiago verwiesen und an das dortige Programm für mittellose Krebspatienten. Das engagierte Team stellt kostenlos seine medizinischen Leistungen zur Verfügung, aber die Versorgung mit Chemotherapeutika ist trotzdem eine permanente Herausforderung. Deshalb ist die Krebsallianz zu einem wichtigen Partner des Krankenhauses geworden, weil nur so lebenswichtige Krebsmedikamente zur Verfügung gestellt werden können, die es Patientinnen wie Rosario ermöglichen, den Krebs zu bekämpfen und zu ihren Familien zurück zu kehren.
Und Rosario kämpft! In ihrer freundlichen Art beschreibt sie die vielen Chemotherapie-Zyklen und 30 Strahlentherapien, die sie bisher durchlaufen musste. Sie fühle sich privilegiert, sagt sie, diese Möglichkeiten zu haben und erklärt, wie dankbar sie sei, dass das Krankenhaus die Medikamentenspenden bekommt. Denn einige Male musste sie selbst das Geld aufbringen, um Medikamente zu kaufen und ihre Söhne mussten dafür ihr Erspartes opfern und sich von Freunden Geld leihen.
Aber vor einigen Monaten kam die größte Hilfe: Die Krebsallianz lieferte das von Cancernova gespendete Chemotherapeutikum Carboplatin und Rosarios Reaktion auf das Mittel ist vielversprechend: Der Tumor ist zurück gegangen und wenn er sich weiter verkleinert, werden die Ärzte das übrige Tumorgewebe operativ entfernen können.
Ihre Energie und ihre Begeisterung sind ansteckend. Sie konzentriert sich auf Andere and hat Vertrauen in ihre Ärzte, die Medizin und ihre Religion. Sie hat keine Zeit für Selbstmitleid und als wir gehen müssen sagt sie nur: „Danke, dass Sie den Menschen in Not helfen. Ohne diese Spenden würde ich keine Behandlung bekommen. Meine Söhne lieben mich und helfen mir, aber was können sie schon ausrichten – sie haben nur ein sehr kleines Einkommen.“

Grey Maria Diaz im Gespräch mit Christina Schuierer von der Krebsallianz

Grey Maria Diaz
Als wir Grey treffen, hat sie ihre Hände zusammen gepresst, die Finger zeigen nach oben. Es sieht aus als ob sie betet, aber sie will der Krebsallianz für die Chemotherapeutika danken, die ihr sehr geholfen haben. Sie spricht leidenschaftlich und aufrichtig: „Ich weiß nicht, wie ich sonst noch leben würde. Die Krankheit war in Gottes Hand, weil ich mir diese Medikamente nie hätte leisten können“
Drei Mitglieder ihrer Familie sind an Krebs gestorben und nun hat sie selbst die Diagnose “Brustkrebs” bekommen. Vor einem Jahr fühlte sie einen Knoten in ihrer linken Brust. Es begann sie beim Schlafen zu stören und schien schnell zu wachsen. Mit ihrer Familiengeschichte im Kopf war sie alarmiert und ging zur Untersuchung ins Öffentliche Krankenhaus. Dort wurde sie gleich ans onkologische Institut nach Santiago überwiesen.
Sofort wurde sie operiert, um den Tumor zu entfernen. Dank eines Programms für Krebspatienten mit geringem Einkommen war die Operation kostenlos. Nach der OP wurden ihr sechs Zyklen Chemotherapie verordnet. In enger Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus versorgt die Krebsallianz diese Patienten mit gespendeten Chemotherapien und weiteren benötigten Medikamenten.
Das letzte Jahr war schrecklich, aber Grey hat Kraft und ist lebensfroh. Es gab viele Schwierigkeiten, die zusammen mit der Diagnose gemeistert werden mussten, aber sie ist entschlossen und blickt positiv in die Zukunft. Seit 10 Jahren ist sie geschieden und ihre drei erwachsenen Kinder sind ihre besten Freunde. Ray Javid, der Jüngste, lebt noch bei ihr und unterstützt sie. Er verdient 4000 Pesos im Monat, keine 80 Euro. Die verschiedenen Arbeiten, die Grey in der Vergangenheit hatte, um zum Einkommen beizutragen, kann sie nun nicht mehr verrichten. Die Nebenwirkungen der Medikamente schwächen sie zu sehr, als dass sie diese Arbeit noch tun könnte. Ihre Tochter Olivio hatte Angstattacken wegen ihrer Diagnose, aber Grey hat sie versucht zu beruhigen „Mach es dir nicht so schwer. Auf gewisse Wiese hat mich diese Erfahrung auch stärker gemacht!“
Auch finanziell war es schwer. Das Verbrauchsmaterial für die Verabreichung der Chemotherapie muss manchmal selbst gekauft werden, wenn keine Spendenware zur Verfügung steht. Die Kosten betragen etwa 35 €. Trotzdem sagt sie: “Ich bin so dankbar für die gespendeten Medikamente, weil sie es sind, die mir geholfen haben am Leben zu bleiben.“
Nach einer weiteren Runde Chemotherapie werden die Ärzte sie erneut untersuchen. In der Zwischenzeit schaut sie nach vorne. Sie denkt jetzt nicht mehr über ihre eigene Gesundheit nach, sondern schaut auf die Last anderer und sagt: „Dank an Eure Organisation und die Unternehmen, die mit Euch zusammen arbeiten, um diese Spenden möglich zu machen. Gott segne Euch, damit Ihr auch weiterhin den vielen bedürftigen Menschen helfen könnt. Hoffentlich könnt Ihr jetzt anderen helfen –mir geht es besser.“

Jahresbericht 2008 jetzt auch Online!

27. November 2009 Categories: Aktuelles

Liebe Freunde und Freundinnen der Krebsallianz,

um Sie noch ausführlicher und transparenter über unsere Projekte, Aktivitäten und die Art unserer Arbeit insbesondere für krebskranke Kinder in Entwicklungsländern informieren zu können, steht Ihnen seit Kurzem unser Jahresbericht 2008 auch online unter der Rubrik „Über uns“ zur Verfügung. Dort finden Sie Angaben über die von uns 2008 durchgeführten Projekte im Einzelnen – z.B. die Art und den Wert der Hilfe und der gelieferten Medikamente, Partnerorganisationen, aber auch Art und Umfang der Förderprojekte, die wir in Deutschland durchführen. Continue Reading

Willkommen auf unserer neuen Website!

22. September 2009 Categories: Aktuelles
Willkommen auf unserer neuen Website!

Ich freue mich, Sie auf der neuen Webseite der Krebsallianz begrüßen zu dürfen und Sie so in Zukunft noch besser über unsere Projekte und Erfolge informieren zu können. Continue Reading

Medikamentenspende der Firma Hexal für die Krebsallianz

17. Juli 2009 Categories: Aktuelles, Partner
Medikamentenspende der Firma Hexal für die Krebsallianz

Berlin, 17. Juli 2009 – Die Krebsallianz konnte diese Woche erstmalig eine Spende an hochwertigen essentiellen Medikamenten zur Behandlung von Krebspatienten von der Firma Hexal in Empfang nehmen. Continue Reading

Neues Hilfsprogramm für Asien

1. Juni 2009 Categories: Aktuelles, Partner
Neues Hilfsprogramm für Asien

Berlin, – 1. Juni 2009.   Die Krebsallianz freut sich über die Ausweitung ihrer medizinischen Hilfsprogramme  auf bedürftige Krebspatienten in den Philippinen. Continue Reading

Krebsallianz hilft Krebspatienten in Paraguay

12. Februar 2009 Categories: Aktuelles, Medizinische Hilfe, Partner
Krebsallianz hilft Krebspatienten in Paraguay

Berlin – 12. Februar 2009.    Soeben sind die Mitarbeiter der Krebsallianz von einer Reise nach Paraguay zurückgekehrt, wo sie die ordnungsgemäße Handhabung und Verteilung von Arzneimittelspenden überwacht hatten. Diese Spenden beinhalten auch das kürzlich von der Fa. Merck Sharp & Dohme gespendete Antibrechmittel Emend. Continue Reading

kik – Krebsberatung in Köln

18. Januar 2009 Categories: Aktuelles, Beratung
kik – Krebsberatung in Köln

Seit Ende 2008 fördert die Krebsallianz auch die Arbeit der kik – Krebsberatung in Köln:

kik ist eine unabhängige, ambulante psychosoziale Krebsberatungsstelle mit vierzehnjähriger Erfahrung und hat ihren Platz an den Schnittstellen zwischen den stationären, rehabilitativen und nachsorgenden Diensten. Ohne eigene finanzielle Interessen informieren und beraten die Mitarbeiter Patienten und ihre Familien. Continue Reading